BIOGRAPHIE

Robert Trevino hat sich rasant zu einem der spannendsten amerikanischen Dirigenten und gefragtesten Talenten der jüngeren Generation entwickelt. 2016 wurde zum neuen Musikdirektor des Basque National Orchestra ernannt. Mit Stolz sagt er: „Es ist ein wunderbares Ensemble und ich habe sofort gespürt, dass ich dort meine musikalische Familie gefunden habe. Wenn man sein Leben damit verbringt, sich selber kontinuierlich voranzutreiben, um Wahrheiten in der Musik zu finden, macht plötzlich alles Sinn, wenn man einer Gruppe von Musikern begegnet, die nach demselben Ziel streben.“ 

Seinen internationalen Durchbruch errang Trevino 2013 mit einer neuen Produktion von Verdis Oper „Don Carlo“ am Bolshoi Theater, wo ihn Publikum und russische Presse für sein Dirigat feierten: „Seit Van Cliburn gab es in Moskau keinen amerikanischen Erfolg in dieser Größenordnung.“ Er wurde anschließend für seine herausragende Arbeit am Bolshoi Theater für den „Golden Mask Award“ in der Kategorie „Best Conductor in a New Production“ nominiert. Zahlreiche Einladungen an das Haus sowie zu international renommierten Orchestern folgten.  

Ergreifender Mahler... es war eine spannende Kombination in der Gasteig-Philharmonie: Schubert und Mahler - und noch mehr ein spannender Dirigent. Das ahnte man nach und nach, als er für Schuberts vierte Sinfonie über ihr “tragisches” c-Moll hinaus eine veritable Beethoven-Aura erschuf...Robert Trevino inszenierte im ersten und im letzten Satz mit klug dosiertem Pathos und sanguinischem Temperament ein recht glaubhaftes Imago Beethovens aus Schuberts Geist.
— Süddeutsche Zeitung / München, März 2015 


Doch niemand wird wirklich “über Nacht” erfolgreich. Noch vor seinem professionellen Debüt hatte sich Trevino von dem traditionellen Schulsystem verabschiedet, um intensiv jede Partitur einzustudieren, die er in die Hände kriegen konnte – der Triumph in Moskau stellte daher eine persönliche Bestätigung für ihn dar. Bald darauf wurde David Zinman auf ihn aufmerksam als er mit ihm als „Aspen Conducting Fellow“ an der Aspen Music Festival and School arbeitete. Er wurde dort auch mit dem „James Conlon Prize for Excellence in Conducting“ ausgezeichnet. 2011 wurde er durch James Levine zu Seiji Ozawas “Conducting Fellow” beim Tanglewood Music Festival berufen. Zudem arbeitete er mit Michael Tilson Thomas und der New World Symphony zusammen und assistierte Leif Segerstam bei der Erarbeitung eines kompletten Sibelius-Zyklus mit dem Helsinki Philharmonic Orchestra. Trevino ist Preisträger der „Evgeny Svetlanov International Conducting Competition“ in Frankreich. Von 2011-2015 war er stellvertretender Dirigent beim Cincinnati Symphony Orchestra und von 2009-2011 stellvertretender Dirigent der New York City Opera im Lincoln Center.

In jüngster Zeit hat Trevino weltweit zahlreiche wichtige Debüts gefeiert – darunter mit den Münchner Philharmonikern, London Philharmonic und San Francisco Symphony Orchestra, Detroit Symphony, NHK Symphony, Netherlands Radio Philharmonic im Concertgebouw Amsterdam, Rotterdam Philharmonic, Accademia Nazionale Di Santa Cecilia, Royal Liverpool Philharmonic, Orchestre Nationale de France, St. Petersburg Philhamonic und Royal Flemish Philharmonic. 

Seine Auftritte fanden meist äußerst positive Resonanz- so wurde über sein Konzert mit den Wiener Symphonikern im Juni 2016 geschrieben: „Nach einer majestätischen Interpretation von Dvoraks Symphonie Nr. 7 … verleiteten (die Zugaben) das Publikum zu rhythmischem Klatschen und fantastischem Applaus… die Begeisterung, die bei einigen fast zum Tanzen auf ihren Sitzen führte, wurde immer intensiver…“.

Trevinos Debüts führten häufig zu unmittelbaren Wiedereinladungen. Nach seinem Debüt mit dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo wurde er zu umfangreichen Konzertreisen durch ganz Europa und Asien eingeladen. Er dirigierte sogar anlässlich der Eröffnung der neuen Spielstätte der Opera di Firenze im Rahmen des Maggio Musicale Fiorentino Festivals. Seine Aufführungen werden seitdem regelmäßig ausgestrahlt, darunter auch ein Sonderbeitrag auf Arte. 

In der Saison 16/17 trat er mit zahlreichen bedeutenden Orchestern wie dem Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, The Cleveland Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic, HR Sinfonieorchester, Toronto Symphony, dem Maggio Musicale Florentino Festival, City Birmingham Symphony Orchestra sowie dem Cincinnati Symphony Orchestra auf. Er beendete die Spielzeit mit einem triumphalen Konzert mit dem London Symphony Orchestra und Mahlers 3. Sinfonie. In der Saison 17/18 feiert er sein Debüt mit dem Malmö Symphony Orchestra und dem Tonkünstler Orchester (mit Mahlers 7. Sinfonie), und tritt mit dem SWR Sinonieorchester, Helsinki Philharmonic Orchestra, Orchestra Sinfonica della Verdi (mit zwei Programmen inklusive Mahlers 6. Sinfonie), dem London Philharmonic Orchestra (mit Mahlers 5. Sinfonie), und São Paulo Symphony Orchestra (mit Stravinskys Le Sacre du Printemps) auf. Er tritt außerdem seine Position als Musikdirektor des Basque National Orchestra mit einer Aufführung von Mahlers 1. Sinfonie an. Im Januar 2018 beginnt seine Konzertreihe mit dem Leipziger Gewandhausorchester und er konzertiert regelmäßig mit den Bamberger Symphonikern und der Dresdner Philharmonie.